Bildung und Jugend
Bei der Bildung zählt, wie in der Erziehung auch, Kontinuität. Die eingeführten Reformen im Bildungs- und Kinderbetreuungsbereich, die dringend notwendig waren, müssen jetzt unverändert wirken. Wir brauchen keine neuen Strukturen! Die durchgeführten neuen Reformen werden in den nächsten Jahren ihre volle positive Wirkung entwickeln. Ich hoffe und werde mich dafür einsetzen, dass die zukünftige Regierung es schafft, den Bildungsbereich in Ruhe zu lassen. Und wenn etwas geändert werden soll: Dann sollten wir den Lehrern mehr Freiraum verschaffen, also Abbau von Verwaltungsarbeit und mehr Stunden für Einzelbetreuung und pädagogische Freiheit. Darüber hinaus bin ich für die Verbeamtung der Junglehrer (da wir dazu gezwungen werden, um im Vergleich mit anderen Bundesländern konkurrenzfähig zu bleiben), das aber bei gleichzeitiger Tarifgleichheit für „Altlehrer“!
Im Bereich Jugend ist mir ganz wichtig, dass wir den Prozentsatz der Schulabbrecher und derjenigen, die die Schule ohne Abschluss verlassen, drastisch senken – das ist das A und O.
Für die Integration von bisher erfolglosen Jugendlichen sehe ich die größten Chancen im Produktiven Lernen, das ich nach allen Kräften unterstützen werde. Es gibt bereits erste gute Ansätze, bei denen Jugendliche ohne Berufsreife in Unternehmen oder unternehmensähnlichen Institutionen die notwendige Unterstützung bekommen. Wenn wir es schaffen, durch Zuschüsse, Vernetzung und Bereitstellung von sozialpädagogischer Unterstützung die notwendige Unterstützung zu gewährleisten, haben die jungen Menschen die besten Chancen auf einen erfolgreichen Lebensweg. Zu viele der bisherigen überbetrieblichen Ausbildungsmaßnahmen haben es nicht geschafft, die Potentiale der Jugendlichen zu wecken. Hier werde ich versuchen, die Verantwortlichen auf erfolgreichere, neue Wege zu lenken.
