• Wolfgang Waldmüller zum Thema Breitband

    Wolfgang Waldmüller

    zum Thema Breitband

Die Breitbandversorgung unseres Landes ist Daseinsvorsorge und kein Luxus!

Damit hat der Ausbau der flächendeckenden Breitbandinfrastruktur für mich oberste Priorität und ist eine Pflichtaufgabe für die Politik und Verwaltung!
Im privaten Bereich ist heute für viele Menschen die Lebensqualität auch von der Bandbreite der Internetverbindung abhängig. Das müssen wir berücksichtigen, wenn wir Menschen in unsere Region anlocken möchten. Bei der Wirtschaft ist die Abhängigkeit noch extremer, meiner Meinung nach existenziell! Ohne Breitband gibt es keine Weiterentwicklung und es entstehen existenzgefährdende Wettbewerbsnachteile. Es wird in Zukunft in Regionen ohne flächendeckende Breitbandversorgung keine Selbstständigkeit, keine Existenzgründung und keine Weiterentwicklung von bestehenden Unternehmen geben. Regionen ohne Glasfaserversorgung werden zukünftig vergleichbar sein mit Regionen ohne Stromversorgung! Vielen Politikern ist nicht klar: Wir reden bei der Breitbandversorgung unseres Landes nicht über eine „Kann-Aufgabe“, sondern über eine „Muss- Aufgabe“.

Die ersten Schritte sind getan: Durch die Breitbandoffensive des Bundes wurden nun erstmalig in entsprechender Größenordnung Fördergelder zur Verfügung gestellt. M-V hat flächendeckend die entsprechenden Projekte eingereicht. In die erste Zuwendung wurden bereits Projekte aus unserem Landkreis berücksichtigt und erhalten den maximalen Fördersatz von 70% - eine großartige Sache. Wir stellen von der Landesregierung in M-V insgesamt 350 Mio. Euro zur Verfügung, was Investitionen in Höhe von 1,5 Mrd. Euro (1.500.000.000) auslösen wird. Das wird das größte Investitionsvorhaben seit Bestehen unseres Bundeslandes! Ziel muss natürlich sein, weitestgehend Glasfasertechnik zur Verfügung zu stellen, insbesondere in Regionen mit Unternehmensstandorten. Das wird vielleicht aus Kostengründen nicht in jedem Winkel unseres Flächenlandes möglich sein. Aber selbst mit Factoring und anderen neuen Techniken sollten Geschwindigkeiten von 200 MB, auch bis 2018, sichergestellt werden. Da bleibt die Entwicklung auch abzuwarten.

Ich setze mich seit Jahren für die Breitbandförderung in unserer Region ein. Leider haben in der Vergangenheit meiner Meinung nach nicht alle Verantwortlichen die Dringlichkeit dieses Themas erkannt. Es wird nämlich nicht überall gefördert. Im Vorfeld der Förderung fand ein sogenanntes Interessenbekundungsverfahren statt. Das ist nichts anders, als das die jetzigen Versorger abgefragt wurden, in welchen Städten oder Regionen sie selbst, also eigenwirtschaftlich ausbauen. Natürlich ebenfalls bis 2018. Und genau in diesen Regionen ist dann die Förderung ausgeschlossen. So ein Gebiet ist das Gewerbegebiet in Parchim. Trotzdem können wir in solchen Fällen  durch die Infrastrukturförderung aus dem Wirtschaftsministerium fördern. Für Parchim haben wir bereits die Gespräche geführt und werden dort endlich alle Unternehmen im Gewerbegebiet Möderitzer Weg mit Glasfaser versorgen. Ein großer Schritt, der in der Vergangenheit trotz mehrfacher Angebote meinerseits, leider nicht umgesetzt wurde.

Wir sind auf einem guten Weg, die Grundvoraussetzungen sind geschaffen worden. Jetzt heißt es dranbleiben und für Kontinuität sorgen.  
Breitbandversorgung ist die Zukunft, ist Wettbewerbsfähigkeit und erleichtert den Lebensalltag, ob zu Hause oder am Arbeitsplatz. Es hat etwas mit Lebensqualität zu tun und ist existenziell. Es ist für mich daher eine Kernaufgabe und ich werde mich weiter dafür einsetzen, dass diese Versorgung gewährleistet wird.

 

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