• Wolfgang Waldmüller zum Thema Südbahn

    Wolfgang Waldmüller

    zum Thema Südbahn

Das Thema Südbahn hat die Gemüter erhitzt, auch meins. Ich halte die Entscheidung des Verkehrsministers für falsch, die Südbahn abzubestellen. Die Gründe sind zu geringe Nutzerzahlen und zu hohe Kosten. Das sind Argumente, die ziehen. Jedoch wurden niemals die Ursachen dafür benannt bzw. berücksichtigt. Ich habe mich im Landtag in einem eigenen Gruppenantrag dagegen ausgesprochen, was mir eine Menge Widerspruch eingebracht hat. Meine Beweggründe waren aber damals wie heute vor allem die landespolitische Bedeutung der Durchgängigkeit der Strecke von Hagenow bis Neustrelitz, da es die einzige Ost – West Schienenverbindung im Land ist. Diese Verbindung hat eine landespolitische strategische Bedeutung und war deshalb auch im Raumentwicklungskonzept festgeschrieben. So ein Konzept darf nicht beliebig sein! Entweder man hat die Bedeutung erkannt und richtet sich danach, oder man lässt es.  Aber ein langfristiges Programm beliebig zu ändern, halte ich für einen fatalen Fehler. Politik darf nicht beliebig sein, sonst verlieren Unternehmen und Bürger das Vertrauen in die Politik. Deshalb habe ich mich trotz viel Gegenwind für die Südbahn ausgesprochen und tue das auch heute noch. Allerdings verkommt mir das Thema zu sehr auf die Einzelinteressen für das Teilstück Parchim - Plau am See.  Nur noch den Erhalt des Teilstückes zu fordern ist zu kurz gesprungen. Die Durchgängigkeit der gesamten Strecke muss erhalten bleiben. Es wäre falsch, wenn Parchim – Plau erhalten bleiben würde, aber Malchow – Waren eingestellt würde. Dann besteht wieder keine Durchgängigkeit, die Attraktivität der Verbindung würde leiden.

Ich habe mich im Landtag leider nicht durchsetzen können, aber ich habe es geschafft, im unserem CDU-Wahlprogramm alle Bahnschließungen in unserem Land noch einmal auf den Prüfstand zu stellen und nach besseren Lösungen zu suchen. Wenn die CDU von Ihnen in die Verantwortung gewählt wird, kommt also nicht nur das Thema Südbahn wieder auf die Tagesordnung. Falls die CDU für die Regierungsbildung auf Koalitionspartner angewiesen sein sollte, ist es wichtig, dass wir, die CDU, diesen Punkt im Koalitionsvertrag nach unseren Vorstellungen festschreiben können. Hierfür brauchen wir Ihre Unterstützung!

Ich wurde von meinen politischen Wettbewerbern kritisiert, die stillgelegten Linien nur zu prüfen und nicht explizit für das Teilstück Parchim – Plau den Erhalt zu fordern. Ja, so funktioniert die Landesverantwortung aber nicht. Als Landtagsabgeordneter hat man auch das ganze Land zu betrachten. Und im Land haben wir mehr abbestellte Strecken, die genauso geprüft werden müssen. Zudem geht es eben gerade um die Durchgängigkeit und somit auch um Malchow – Waren.

Noch ein paar Gedanken zum Thema Mobilität:
Viele Bürger sind unsicher, wie sie künftig aus dem ländlichen Raum „wegkommen“, ob zur Arbeit, zum Arzt oder anderswohin. Wir müssen Mobilität für alle Bürger gewährleisten und sie muss bezahlbar sein. Daher haben wir auch im Kreistag im März 2015 ein integriertes Gesamtverkehrskonzept für den Landkreis gefordert. Unser Landkreis soll ein erlebenswerter Ort bleiben, vielleicht nicht immer mit kurzen, aber dennoch gut vernetzten Wegen von ÖPNV, SPNV und Fernverkehr. Ein großer Fehler in der Vergangenheit war, das gilt insbesondere für die Südbahn, jedes Verkehrsmittel für sich zu betrachten und zum Teil nebeneinander im Wettbewerb fahren zu lassen. Die Folge sind dann natürlich die geringen Nutzerzahlen. Der Grund für die Schließungen von Verkehrslinien ist also primär ein hausgemachtes Problem. Nur eine vernetzte Mobilität zwischen den einzelnen Linien und Verkehrsmitteln, sowohl zum Schienenpersonennahverkehr, zum Fernverkehr als auch zum Individualverkehr in ausreichendem Umfang und benutzerfreundlicher Gestaltung, kann die nachhaltige Lösung für unseren Flächen-Landkreis sein. Die Kombination von Bus und Bahn mit Rufbus-System ist dabei eine Variante, die ein nutzerorientiertes Angebot darstellt und den Bürgern und Touristen eine Alternative zum Auto bietet und auch das Angebot im ländlichen Raum stärkt. Ich warne allerdings davor, hier wieder alle Kraft ausschließlich in den Rufbus zu legen.  Die Vernetzung macht es eben aus, die die Vorteile aus allen Verkehrsträgern sichert. Der Bürger mit seinen individuellen Bedürfnissen möchte in einer angemessenen Zeit von A nach B kommen. Dafür müssen verschiedene Verkehrsmittel verzahnt werden und so ein bezahlbares Ganzes mit einem einheitlichen Tarifsystem bilden. So stelle ich mir öffentlichen Verkehr vor.

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