Im Anschluss an ein Expertengespräch des Wirtschaftsausschusses mit dem Landesgeschäftsführer des Tourismusverbandes, Bernd Fischer, äußerte der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Wolfgang Waldmüller, Bedenken hinsichtlich der ausreichenden Würdigung der wassertouristischen Wertschöpfung Mecklenburg-Vorpommerns:

„Mit den Bundesprogrammen `Blaues Band´ und dem `Wassertourismuskonzept des Bundes´ plante der Bund, sich fortan nur auf für Güterverkehr wichtige Wasserwege zu konzentrieren. Für das wassertouristisch geprägte Mecklenburg-Vorpommern war dieses Ansinnen von Bundesumweltministerin Hendricks ein Bärendienst. Denn die damit einhergehende Renaturierung touristisch bedeutsamer Wasserwege gefährdet die durchgängige Befahrbarkeit. Wir haben frühzeitig die nicht ausreichende Einbeziehung unserer spezifischen Landesinteressen in dem Bundesprogramm kritisiert. Im Juli 2016 hat die CDU-Landtagsfraktion einen Landtagsantrag zur Korrektur der Pläne des Bundes auf den Weg gebracht (Drs. 6/5526).

 

Die heute seitens des Geschäftsführers des Landestourismusverbandes erneut geäußerten Ängste über die weiterhin nicht ausreichend gegebene Einbindung der Landesinteressen nehmen wir sehr ernst. Dass Mecklenburg-Vorpommern in dem Beirat `Blaues Band´ nicht vertreten ist nährt unsere Zweifel. Deswegen wird meine Fraktion die heute im Wirtschaftsausschuss seitens des Tourismusverbandes vorgetragenen Befürchtungen abermals in den Landtag tragen. Die durch die Bundesprogramme in Rede stehenden Renaturierungsmaßnahmen dürfen die Durchgängigkeit der Wasserstraßen und damit zugleich viele Investitionen, die in den vergangenen Jahren im Land auf den Weg gebracht wurden, nicht gefährden. Der Forderung des Landestourismusverbandes nach deutlichen Signalen an Berlin wollen wir gerne nachkommen.“