Auf einer Vollversammlung der IHK zu Schwerin in Parchim hat der Wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Wolfgang Waldmüller, die Digitalisierung als eine Chance bezeichnet, um regionale Wettbewerbsnachteile der Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern weiter abzubauen.

Das Flächenland Mecklenburg-Vorpommern ist strukturell gegenüber den Metropolregionen im Nachteil. So verfügen aktuell knapp 61 Prozent der Haushalte in Mecklenburg-Vorpommern über Bandbreiten von mindestens 50 Mbit pro Sekunde. In unseren Städten sind es bereits 95 Prozent der Haushalte.  Entscheidend wird sein, dass wir Wertschöpfungsketten dank der Digitalisierung voranbringen.
 
Ich begrüße, dass wir uns mit einer Digitalisierungsstrategie dieses Themas annehmen. Ich bezweifle jedoch, ob wir mutig genug sind. In zehn Jahren wollen wir flächendeckend 50 Mbit pro Sekunde erreicht haben. Es steht jedoch zu befürchten, dass wir in zehn Jahren bereits über ganz andere Internetgeschwindigkeiten reden werden. Deswegen müssen natürlich die Kabel hierfür zeitgemäß sein. Die Antwort kann daher nur Glasfaser lauten. Kupferkabel mit Vectoring sind einfach unzeitgemäß. Sie lösen das Problem bestenfalls kurzfristig. Das ganze Land muss mit Glasfaser bzw. Glasfaser plus ausgestattet werden.

Dafür bedarf es einer übergreifenden Koordinierung - natürlich in enger Zusammenarbeit mit anderen Ressorts der Landesverwaltung und der Kommunalverwaltung. Quasi eine Digitalisierungsstrategie, die auf verbindlich abgestimmte Eigenverantwortung setzt.